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Theologische Ecke

Stichwort: Valentinstag EviN Februar / März 2011

Von Jutta Moerschel 12.02.10 >> Weihnachtskonz. 10

Predigttext: 1. Korinther 13, 1-13

Liebe Gemeinde, haben sie heute Blumen geschenkt bekommen oder selber welche verschenkt? Haben sie heute schon jemand in den Arm genommen oder wurden sie von einem lieben Menschen in den Arm genommen?
Das wäre wirklich sehr schön. Schon seit Wochen werben Blumengeschäfte mit dem heutigen Tag, die Süßwarenhändler preisen ihre Ware an und Zeitschriften geben Tipps, wie man am besten den 14. Februar, Valentinstag genannt, gestaltet.

Ein "Tag der Liebe" sei es, so die Verkäufer. Warum also nicht dieser Liebe gedenken und sie sichtbar werden lassen - am besten natürlich durch ein Geschenk? Die Legende zu diesem Tag geht so, dass Bischof Valentin das getan hat, wozu er da war: Gottes Wort gepredigt, die Sakramente verteilt, Tote bestattet und selbstverständlich auch Paare getraut. Und zwar auch Soldaten. Nach dem Befehl des Kaisers hatten Soldaten unverheiratet zu bleiben, denn sie sollten sich ganz auf den Kriegsdienst konzentrieren und nicht durch Liebe abgelenkt sein. Und der Kaiser nahm an, dass unverheiratete Soldaten weniger durch die Liebe abgelenkt sein würden.

Der Bischof Valentin wusste es besser. Er kannte die Menschen gut und wusste: Die Liebe kann man nicht einfach per Gesetz abschaffen. Wenn sie da ist, ist sie da, mit allem, was dazu gehört, mit der Romantik, mit der Schwärmerei, auch mit körperlicher Sehnsucht nach dem anderen. Und er wusste: Es ist besser, all das hat einen Rahmen, in dem diese Liebe geschützt ist, in dem sich die Partner ganz aufeinander verlassen können.

Dieser Schutzraum für die Liebe war damals derselbe wie zu allen Zeiten, auch noch heute: die Ehe. Also traute und segnete Bischof Valentin die Menschen, egal ob Zivilist oder Soldat, ob arm oder reich. Und angeblich schenkte er jedem Paar dann auch noch Blumen aus seinem eigenen Garten. Es passt also gut, dass wir heute als Predigttext den beliebtesten Bibeltext zum Thema Liebe zur Grundlage haben, aus dem so viele Brautpaare ihren Trauspruch auswählen: die 13 Verse des 13. Kapitels im 1. Korintherbrief. (...)


 

Letzte Änderung: 14.03.2011



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