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Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben

Internet-Link Hesekiel 36, 26

 

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"Wir glauben an den einen Gott, … ."

Ökumenische Mission Zukunft in Nied

von Armin Nagel 14.11.11 >> WGT 2012
 

     Da saßen meine Frau Eva und ich nun in Berlin zusammen mit Freunden und mit vielen hundert Menschen am 17. Sonntag nach Trinitatis in der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin. An der Decke über uns blickte das Bild des Evangelisten Markus auf uns und wir sahen gegenüber auf die Standbilder von Luther, Melanchton und Zwingli.

     "Allein Gott die Ehre" stand als Motto über dem Gottesdienst aus Anlass von 50 Jahren Domkantorei, ins Leben gerufen mit einem trotzigen "Dennoch" an diesem 16. Oktober 1961 nach der Errichtung der Berliner Mauer, die das Ende des Berliner Domchores bedeutete. Die Mauer der Trennung hatte keinen Bestand - wie überhaupt keine mir bekannte Mauer (nicht einmal die Chinesische) bisher dauerhaften Bestand hatte. So wird es auch den von machtvollen Institutionen aufgerichteten Barrieren gehen - auch den geistigen.Froh wurde ich bei diesem Gedanken und in Erinnerung an unser gemeinsames Sommerfest, das in so lebendigen Bildern im letzten Heft von "Evangelisch in Nied" dokumentiert wurde.

     Und als wir in der Domkirche mit allen Christen das gemeinsame Glaubensbekenntnis sprachen, fiel mir das erste ökumenische Konzil ins Gedächtnis. Im Jahre 325 in Nicäa (dem heutigen Iznik in der Türkei) legten 318 Bischöfe und 2000 Teilnehmer fest: "Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt. ..." usw. Vielen Christen ist diese kleine Verfassungsurkunde der Christenheit nicht mehr präsent. Viele haben dieses Bekenntnis auch gar nicht mehr gelernt.

     Das ist ein Teil der Realität, von der in diesen Wochen die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland geredet hat. Deren Analyse trifft in aller Härte zu. Die Wiederkehr des Religiösen - sollte es sie gegeben haben - ist weitgehend am institutionell verfassten Christentum vorbei gegangen. Zugleich stellte das evangelische Kirchenparlament fest, dass den Menschen zwar die Bibelstellen fremd geworden sind, nicht aber die Frage, warum wir auf der Welt sind und wie das einmal sein wird, wenn wir sterben.
     Auch Rom möchte "in eine Zeit der Wiederentdeckung des Glaubens" führen und hat von 2012 bis 2013 ein "Jahr des Glaubens" ausgerufen. Das klingt nach Notstandsprogramm in Zeiten gravie-render gesellschaftlicher Veränderungen.

     Die Süddeutsche Zeitung diagnostiziert insgesamt ein "Zeitalter des Abschieds von der selbstverständlichen Macht der Institutionen". Das müssen die verfassten Kirchen erst einmal verdauen. Weil das aber dauern kann, sind wir Christen vor Ort, sind wir an der Basis mit aller Kreativität und Initiativkraft gefordert, vor allem, weil - auch das eine inzwischen gesicherte Erkenntnis - wir in Zukunft als Christen in Frankfurt nur noch ökumenisch wahrgenommen werden oder gar nicht. Ökumene ist also der Weg, in Großstädten und Ballungszentren der zunehmenden Entchristlichung entgegen zu wirken. Gemeinsam haben wir schon viel auf den Weg gebracht. Daran anzuknüpfen wird auch dem neu gewählten Pfarrgemeinderat ein wichtiger Programmpunkt sein, damit die Menschen in Nied merken und spüren: Wir glauben an den einen Gott.

Armin Nagel, Pfarrgemeinderat Katholische Pfarrgemeinde Frankfurt-Nied

Letzte Änderung: 08.11.2013



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