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Jahreslosung 2017

Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben

Internet-Link Hesekiel 36, 26

 

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Lieder und Musik im Gottesdienst

von Thomas Buley 10.04.12 >> Losungen
 

Lieder-, Musikbeiträge sind wichtige Elemente im Gottesdienst, die ihn nicht nur auflockern, sondern jeden Besucher näher in die Gemeinschaft mit Gott und der übrigen Gemeinde führen.

Dabei ist der Kontakt mit Gott wesentlich intensiver durch den Segen, der auf dem Loben und Danken liegt, was in Liedern oft ausgedrückt wird. Das Singen zur Anbetung Gottes bereitet das weitere Gebet und vor allem das Hören auf das, was Gott uns zu sagen hat, in besonderer Weise vor.
Ich spüre bei geistlichen Liedern stärker die Gegenwart Gottes in seinem heiligen Geist. Es ist fast wie eine körperliche, zärtliche Berührung von Gott, ein physischer Eindruck.

In den unterschiedlichen Kirchen und Gemeinden werden bei Musik und Gesang ganz unterschiedliche Stile gelebt.

In den meisten Freikirchen, aber auch in einigen evangelischen und katholischen Gemeinden haben in den letzten Jahren modernerer Lieder Einzug gehalten, die i.d.R. von Liedermachern und Bands aus Deutschland, teilweise auch aus England und USA stammen, die in den letzten 20 Jahren bis heute komponiert wurden. Oft, aber nicht immer, werden diese mit Guitarre, Schlagzeug und Keyboard (Synthesizer) begleitet.
Häufig 'leitet' ein Lobpreis-Team/Band beim Singen dieser Lieder die Gemeinde an.

Lobpreis ist ein Abschnitt in Gottesdienst, vor allem bei Freikirchen, in denen in Form von Liedern Gott besonders angebetet und geehrt wird.
Gelegentlich gibt es besondere 'Lobpreis' -Gottesdienste, in denen Gebet und eben Lieder zur Anbetung Gottes den Hauptteil des Gottesdienstes ausmachen. Die Evangelische Nord-Ost-Gemeinde in Bornheim (Personalkirche in der EKHN) macht dies regelmäßig an jeden 3. Sonntag im Monat in einem Internet-Link Extra-Gottesdienst um 18:00 Uhr. Hier stehen auch persönliche, geschilderte Erfahrungen mit Gott im Alltag von normalen Gemeindemitgliedern  im Vordergrund.

Als Hilfe, da nicht ständig neue Liederbücher angeschafft oder zusammenkopiert und gedruckt werden können, ist der Einsatz eines Beamers zu empfehlen, auf den aus Powerpoint-Dateien die Texte projeziert werden.
Hierbei ist auf ausreichend große Darstellung zu achten, z.B. 30-36 Punkt-große Schrift - Strophen einzeln, sehr lange Strophen noch einmal in mehrere Folien aufteilen. Empfehlenswert ist es auch den Text in den oberen 2/3 der Folie zu platzieren (d.h. das untere Drittel freilassen), dadurch kann der Text besser auch in den hinteren Reihen gelesen werden.
Ebenso ist der Farbkontrast (Schrift-, Hintergrundfarbe) der Beleuchtungssituation in der Kirche für eine bessere Lesbarkeit anzupassen.

Diese neuen Lieder sind an sich, weder wegen ihrer Form, noch der Präsentation, zu bevorzugen oder abzulehnen.
Es gibt, wie bei den alten Gottesdienstliedern, durchaus gute, die Tiefe haben und sich zum Singen, Spielen im Gottesdienst, neben den 'Klassikern', eignen.
Meiner Meinung nach, könnten solche, moderneren Lieder unseren evangelischen Gottesdienst bereichern, ohne dass auf altes Liedgut verzichtet werden muss.
Gerade um jüngere Leute wieder für die Kirche zu begeistern, wäre dies nicht das Schlechteste.

Ein interessanten Ansatz hat die Internet-Link Evangelische Andreasgemeinde in Niederhöchststadt, die neben den 'klassischen' Gottesdiensten, etwas mehr von der Liturgie aufgelockerte Gottesdienste mit dem o.g. Liedern, gerade für Kirchen-Ferne anbietet.

Ein Fehler, der bei der Einführung gemacht werden könnte, ist das bestimmte Stilrichtungen dominieren und das z.B. nur englisch gesungen wird.
Ich würde, auch wenn Lieder in einer anderen Sprache gesungen werden, immer auch eine deutsche Übersetzung anbieten.
Mit dieser Thematik befasst sich auch ein Artikel von mir, der die Situation beim Singen in der Baptistenkirche Höchst um 2005 herum beleuchtet, in die ich einige Zeit gegangen war, und den ich unten angefügt habe.
Hier wurde zu dieser Zeit überwiegend modernes Liedgut gesungen.
Dieser Artikel zeigt, dass bei der Einführung von Neuerungen Sensibilität gefragt ist und alle Gemeindeglieder bei deren Einführung mitgenommen werden müssen.

Die Formen im Gottesdienst sind auch immer Ausdruck des Glaubens bzw. des Verhältnisses der Gemeindeglieder dazu. Deswegen ist es, meiner Meinung nach, wichtig, dass die Tradition, das Erbe der Evangelischen Kirche berücksichtigt wird und sich bei der Einführung von Neuerungen eigene Formen daraus entwickeln, die den Menschen in der Kirche entsprechen, womit sie sich auch wohlfühlen können. Daher ist eine direkte Kopie von Formen anderer Gemeinden nicht sinnvoll.
Z.B. sind in unserer Kirche die Chöre, die Orgelmusik und auch die konzertante, klassische Musik eine große Stärke, was unbedingt erhalten werden muss.

Verschiedene andere Quellen, wie z.B. auch die Internet-Link Gesänge aus Taizé oder der ebenfalls überkonfessionellen Kommunität Gnadenthal bei Bad Camberg sind sehr willkommen, aus denen neue Lieder übernommen werden könnten.

Ich hoffe, dass ich ein paar Anstöße zur Diskussion geben konnte und vielleicht das ein oder andere in unseren Gottesdienst mit einfliessen kann.

Thomas Buley

siehe hierzu auch:

Internet-Link Die Dichter und das Heil in Christus - Ev. Kirchenbote - Sonntagsblatt in der Pfalz
Internet-Link Feiern und Loben - Inhalt (Oncken-, / Hänssler- / Bundes-Verlag)
Internet-Link Feiert Jesus - SCM Hänssler Verlag
 
 
---- Artikel Gemeindebrief Baptisten Höchst von 2005, Thomas Buley:

 
Der Lobpreis ist ein wichtige Sache, vor allem für uns selbst und unseren Dienst vor Gott. Wir haben hier nicht nur intensive Gemeinschaft mit Gott, sondern auch untereinander. Unser Lobpreis im Gottesdienst ist sicherlich nicht der Schlechteste, auch wenn wir immer noch etwas verbessern oder auch gute Dinge von außerhalb übernehmen können (siehe z.B. 'Reveille-toi': Gebetsfreizeiten von Studenten verschiedener Nationalität und Konfessionen bei den Baptisten jeweils zu Ostern bis 2005).


Was mir seit einiger Zeit auffällt, daß es unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Auswahl der Lieder, hauptsächlich zwischen jüngeren und älteren Geschwister, gibt. Mancher verlässt demonstrativ den Saal, liest in Zeitschriften oder der Bibel oder unterhält sich leise mit seinen Nachbarn, während der Lobpreiszeit im Gottesdienst. Auf der anderen Seite gibt es bei der Planung und Ausführung eines Gottesdienst eine strikte Trennung zwischen 'neuen' und 'alten' Lieder. Im Lobpreis sind Lieder aus dem roten Gesangsbuch (enthält ältere Lieder ähnlich dem Evangelischem Gesangbuch) gar nicht und im übrigen Gottesdienstteilen spärlich vertreten.

Ich versuche im folgenden Meinungen zu kontrastieren, die mir zum Teil so zu Ohren gekommen sind:
"Ältere Lieder passen nicht zu unserem heutigen Lebens- und Glaubensgefühl, sie sind von der Melodie her langweilig und zu langsam. Die Texte sind unverständlich, das Deutsch von vor 200 und mehr Jahren kann keiner verstehen. - Sie lenken vom Gebet ab, da sie oft zu lang sind und sie erst mühsam verstanden werden müssen. - Englische Texte sind viel moderner. Alte deutsche Texte sind altbacken und Kennzeichen von verstaubten, mehr oder weniger antiquierten Veranstaltungen", so die einen.
"Die neuen Lieder sind inhaltsarm und nichtssagend. Diese ständige Wiederholungen von immer den gleichen kurzen, einfachsten Texten ermüden und sind eine Beleidigung für einen gebildeten Menschen. Texte von Gerhardt, Luther, Telemann usw. sind viel tiefgründiger und entsprechen dem wahren Glauben. Außerdem ist die Musik wesentlich gehalt- und niveauvoller, als die von diesen modernen Lieder. Die englische Texte kann ich überhaupt nicht verstehen, außerdem ist das doch wie die Hitparadenmusik im TV/Radio und hat mit Gottesdienst nichts zu tun.", so die anderen.


Der ein oder andere Punkt mag ja zu treffen, auch wenn solch pauschale Beurteilungen keinem Liedgut gerecht werden. Meiner Meinung nach ist der Lobpreis in den Gottesdiensten und bei anderen Veranstaltungen ganz gut, aber ältere Lieder erscheinen mir ein wenig unterrepräsentiert. Viele 'alte' Lieder (z.B. auch solche aus der Zeit von 1960 -90) sind von den Texten her durchaus aktuell (auch wenn das Deutsch nicht mehr der Umgangssprache entspricht) und auch die Melodien sind sehr schön und singenswert. Ich wäre dafür, daß das ein oder andere 'ältere' Lied auch im Lobpreisteil gesungen wird. Das würde das Ganze sicherlich bereichern und könnte auch zu einer besseren Gemeinschaft unter uns allen beitragen.


Wir sollten keine Lieder generell auf grund ihres Alters oder Modernität aussortieren, sondern nach dem was insgesamt dem Glauben aller Gemeindemitglieder (und -Freunde (dauerhafte ‚Gäste' der Gemeinde ohne Mitgliedschaft und Baptisten-Taufe)) Ausdruck gibt und der Anbetung Gottes und der Förderung der Gemeinschaft untereinander dient.
 

Thomas Buley  -  Ende Artikel Gemeindebrief Baptisten Höchst --------------------
 

Letzte Änderung: 30.01.2014



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