skip to content

Blättern:
   Zurück Vor

Kontakt

Aktuelle Termine:

17.12.2017
15:00 Uhr Examensgottesdienst von Vikarin Dr. Annegreth Schilling mit dem Kammerchor Nied - Christuskirche, Alt-Nied 10

24.12.2017
ab 16:00 Uhr Weihnachtsgottesdienste Apostel-/Christuskirche Gottesdienste

25.12.2017
10:30 Uhr Oasengottesdienst zum 1. Weihnachtsfeiertag - Christuskirche, Alt-Nied 10

26.12.2017
10:30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum 2. Weihnachtsfeiertag - Apostelkirche, Heusingerstr.1

Jahreslosung 2017

Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben

Internet-Link Hesekiel 36, 26

 

Seitenanfang


Template by webarte
modified by Thomas Buley
  CMS Websitebaker

DER GNÄDIGE GOTT

Geistliches Wort Evangelisch in Nied 54 (Gemeindebrief)

von Pfarrer Joachim Preiser 15.09.17 >> Propstei Rhein-Main
 

Joachim Preiser
Joachim Preiser
Foto: privat

Was nehmen Sie aus dem Reformationsjubiläumsjahr mit? Lutherbonbons und -luftballons, das Luther-Playmobilmännchen und Luthersocken vielleicht? Oder gar die neue Lutherbibel?

Ich freue mich, dass wir in Nied aus dem Reformationsjubiläum keinen Luther-Rummel gemacht haben. Wir waren an vielen Stellen ökumenisch unterwegs. Da war der stadtteilweite Kindertag zur Reformation im Juni, das Stadtteilfest im August mit einem gemeinsamen Stadt verschiedener Gemeinden und erst vor ein paar Wochen der Bibellese-Marathon und das Gemeindefest mit der Bibelprozession durch Nied. Nicht zu vergessen: das Kunstprojekt mit den lebensgroßen Figuren von Luther und Franziskus, die uns durch das Reformationsjahr begleitet haben. Bei all dem haben wir uns den alten Themen der Reformation gestellt.

Eine der wichtigsten Entdeckungen Martin Luthers war der gnädige Gott.  Der Abschnitt aus dem Römerbrief, den wir auf der Titelseite dieser Ausgabe abgedruckt haben, hat das Denken Luthers und damit auch der Reformation stark geprägt: Vor Gott bestehe ich allein durch den Glauben und nicht durch meine Werke. Es ist nicht mein Tun, sondern Gottes Gnade, die mich zu Gott bringt. Wer so predigt, wird heute – auch in der katholischen Kirche – fast ungeteilte Zustimmung finden. Doch haben wir das, was da steht, auch mit dem Herzen verstanden?

In einer weitgehend entkirchlichten Welt sind die Götter vielleicht andere geworden, die Fragen aber gleich geblieben: Was ist mit dem oft unerträglichen Leistungsdruck an den Schulen und Ausbildungsstätten, gute Noten bringen zu müssen – und daran zu scheitern? Was ist mit dem oft unerträglichen Leistungsdruck in der Arbeitswelt, immer perfekt sein zu müssen – und daran zu scheitern?

Was ist mit dem oft selbstgemachten Leistungsdruck in den Familien, perfekte Eltern, perfekte Partner sein zu müssen – und daran zu scheitern?

Der Grundgedanke der Reformation ist: der Gescheiterte wird vor Gott bestehen. Das halte ich für eine nach wie vor höchst aktuelle und wichtige Botschaft.


Pfarrer Joachim Preiser

Letzte Änderung: 12.11.2017



Seitenanfang