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Mal angenommen …

Geistliches Wort zur Jahreslosung 2015 Evangelisch in Nied 38 (vorab)

von Gerd Pfahl 07.01.15 >> Gottesdienst am Morgen
 

Gemeindepädagoge Gerd Pfahl
Gemeindepädagoge
Gerd Pfahl
Foto: privat

Da erzählt mir eine ältere Dame, ihre Eltern wären im Krieg umgekommen. Und noch bevor sie und ihr Bruder ins Waisenhaus kamen, wären sie beide von der Familie einer entfernten Tante angenommen worden. Schön wäre es, denke ich, wenn sich alle Kinder und auch die Erwachsenen bei irgendwem so angenommen fühlen könnten.

Von den vielen Geburtstagsbriefen, die ich im Laufe des Jahres an Gemeindeglieder verschicke, die 55, 60 oder 65 Jahre alt werden, kommen immer mal wieder ein paar zurück. Meist kreuzt der Briefträger auf dem Rücksendeaufkleber dann "Empfänger unter dieser Adresse nicht auffindbar" an. Neulich kam aber einer der Briefe mit dem Vermerk "Annahme verweigert!" zurück. Und da habe ich gemerkt, wie sehr mir das unter die Haut geht, so zurückgewiesen zu werden.

Manche rettenden Engel durften schon meinen Dank in Form von gutgemeinten Gaben nicht annehmen, weil sie sonst Gefahr gelaufen wären, als bestechlich zu gelten. Andere Menschen, denen ich begegne, können sich an ernst- und lieb gemeinten Geschenken gar nicht richtig freuen, weil sie sich dem Geber gleich verpflichtet fühlen.

Immer wieder beginnt das eine oder andere Gespräch, dass ich mit jemandem führe, der bzw. die mit Kirche und Glauben nicht so viel anfangen kann, mit den Worten: "Mal angenommen, es gibt Gott wirklich …". Kein schlechter Einstieg!

Denn Gott nimmt nicht an, dass ich alles richtig mache oder gar ein durch und durch guter Kerl wäre. Stattdessen nimmt er mich an, so wie ich bin - mit all meinen Macken und Eigenheiten. Er hat uns allen sogar seinen Sohn als Geschenk anvertraut, ohne eine Gegenleistung zu erwarten (nicht einmal unseren Glauben an ihn). Er nimmt uns, so sagt es die Bibel, als seine Kinder an, die er als guter Vater und liebevolle Mutter bedingungslos liebt. Schön, oder? Können wir das so annehmen?

Ich finde es immer wieder nett, wenn mir die Menschen, mit denen ich tagtäglich zu tun habe, genauso annehmend begegnen. Und ich freue mich, wenn auch ich es schaffe, Vertrauten und Fremden, schwierigen und angenehmen Zeitgenossen, Schmuseteddies wie Problembären mit dieser freundlichen Zugewandtheit entgegenzukommen. Denn nicht jeder, der anders lebt und aussieht oder etwas anderes denkt als ich, ist deswegen gleich schlecht oder falsch.

"Nehmt einander an!" rät der Apostel Paulus schon der Multikultigemeinde in Rom und in diesem Jahr in der Jahreslosung ( Internet-Link Römer 15, 7 ) auch uns. Aber klopft euch dabei nicht selbst auf die Schulter. Ihr habt das nicht erfunden! Gott hat euch zuerst geliebt! Ihm gebührt die Anerkennung dafür!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes und erfolgreiches Jahr 2015!

Gerd Pfahl

Letzte Änderung: 08.01.2015



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